Erfahrungsbericht: EXIT - Die letzte Vorstellung
- Sylvie

- 1. Jan. 2026
- 2 Min. Lesezeit
Die EXIT-Reihe von Kosmos ist für Fans von Escape Spielen längst eine feste Instanz. Mit der Folge „Die letzte Vorstellung“ ist jedoch ein ganz besonderer Titel erschienen. Interessant ist hier vor allem ein Blick auf das Entwicklerteam: Neben dem bekannten Autoren-Duo Inka und Markus Brand hat dieses Mal auch deren Tochter Emely Brand maßgeblich am Spieldesign mitgewirkt. Dieses generationenübergreifende Familienprojekt verleiht dem Fall eine ganz eigene, kreative Note.

Die Geschichte: Ermittlungen im Circus Spettacolo
Die Handlung führt hinter die Kulissen des Zirkuslebens. Eine Serie von mysteriösen Einbrüchen in noble Privathäuser hält die Umgebung in Atem. Da die Tatorte auffällig oft mit den Gastspielorten des Circus Spettacolo übereinstimmen, liegt der Verdacht nahe, dass jemand aus der Zirkustruppe involviert ist. Als verdeckte Ermittler gilt es nun, die „letzte Vorstellung“ zu nutzen, um Beweise zu sichern und den Täter zu überführen.
Das Spielprinzip: Handwerkliche Präzision gefordert
In gewohnter EXIT-Manier wird eine Vielzahl an Materialien mitgeliefert, die während des Spiels kombiniert, beschriftet oder auch verändert werden müssen. Dieser Fall ist als „Fortgeschritten“ eingestuft und fordert den Spielenden einiges an Geschick ab.

Vielseitiges Material: Die Rätsel beziehen die gesamte Umgebung der Manege und des Zirkusplans mit ein.
Fokus auf Bastelaufgaben: Es finden sich mehrere Aufgaben im Spiel, die handwerkliches Geschick erfordern. Hier ist extreme Genauigkeit gefragt. In der eigenen Spielerfahrung zeigte sich, dass schon eine minimale Abweichung beim Schneiden oder Falten dazu führen kann, dass ein Rätsel nicht direkt gelingt. Ein präzises Vorgehen ist daher absolut empfehlenswert. Zeitweise habe ich an das EXIT-Spiel "Der Raub auf dem Mississippi" erinnert gefühlt.
Indiziensuche: Das Spiel setzt nicht nur auf reine Logikrätsel, sondern lässt die Spielenden ständig neue Hinweise sammeln, die für das Finale entscheidend sind.
Das „Whodunit“-Finale: Wer hat es getan?
Was diesen Teil von vielen anderen EXIT-Spielen unterscheidet, ist die starke deduktive Komponente am Ende. Es geht nicht nur darum, das finale Schloss zu knacken, sondern aus der Gruppe der Artisten den tatsächlichen Dieb zu identifizieren.
Dieser Spielstil erinnert stark an Klassiker wie „Mord im Orient Express“. Über das gesamte Spiel hinweg vervollständigt sich das Bild durch gesammelte Beweismittel und Zeugenaussagen. Erst durch die richtige Kombination dieser Indizien lässt sich der Täter eindeutig überführen. Dies macht das Ende besonders befriedigend, da sich das Gefühl einstellt, einen echten Kriminalfall gelöst zu haben.

Fazit: „Die letzte Vorstellung“ ist ein grundsolides Spiel in gewohnter EXIT-Manier, das durch seine stimmungsvolle Zirkus-Atmosphäre und das spannende Ermittlungs-Finale überzeugt. Einzig bei den feinmotorischen Bastelaufgaben ist Geduld gefragt, um frustfreie Lösungen zu finden. Für Fans von Detektivgeschichten ist dieser Fall eine klare Empfehlung und bei Amazon erhältlich.





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